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Begriffe
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Grundofen: auch Speicherofen genannt; von Hand gemauerte Feuerung mit gemauerten Rauchgaszügen.
Prinzip: Die erzeugte Hitze durchwandert langsam die Schamottesteine bis zur Kacheloberfläche und wird als Wärmestrahlung an den Raum abgegeben.
Vorteil: Wärmestrahlung ist die angenehmste und gesündeste Art einen Raum zu beheizen. Je nach eingebauter Masse, kann der Ofen die Wärme sehr lange speichern.
Nachteil: Lange Anheizphase bis die Kacheln einmal warm werden und anfangen Wärme an den Raum abzugeben. Begrenzte Leistung; Raumgröße je nach Wärmebedarf bis max. 50 qm.
Warmluftofen: auch Einsatzofen genannt; Gußeiseneinsatz für die Feuerung mit Guß- oder Stahlnachheizkasten zum abkühlen der Rauchgase
Prinzip: Die erzeugte Hitze wird von den Eisenteilen im Kacheofeninneren an die Luft abgegeben und steigt infolgedessen auf und tritt über die Warmluftgitter in den Raum aus.
Vorteil: Schnelle Wärmeabgabe der Eisenteile an die Raumluft. Die erzeugte Warmluft kann in benachbarte Räume geleitet werden und diese damit heizen.
Nachteil: Der Ofen kühlt auch schnell wieder ab. Reine Luftheizungen bewirken trockene Raumluft.
Kombiofen: Gußeinsatz für die Feuerung, aus Schamotte gemauerte Rauchgaszüge.
Prinzip: Die erzeugte Hitze wird über den Gußeinsatz sofort als Warmluft an den Raum abgegeben, die Abwärme der Rachgase wird in den Schamottesteinen der gemauerten Züge gespeichert und langsam an den Raum abgegeben
Vorteil: Der Kombiofen vereinigt die Vorteile des Grundofen ( Wärmestrahlung, Speicherung) mit denen des Warmluftofen (schnelle Wärmeabgabe, Warmluft für mehrere Räume)
offener Kamin: von Hand gemauerte Feuerstelle ohne Heiztüre
Prinzip: Die beim abbrennen des Holzes erzeugte Wärmestrahlung wird an der Raum abgegeben
Vorteil: Lagerfeuerromantik im Wohnzimmer
Nachteil: über den offenen Feuerraum zieht der offene Kamin ständig warme Raumluft nach außen. Dadurch ergibt sich ein sehr schlechter Wirkungsgrad
Warmluftkamin: auch Heizkamin genannt; Stahleinsatz mit großer Glasscheibe
Prinzip: Wie beim Warmluftofen wird über die Eisenteile Warmluft erzeugt und damit der Raum beheizt. Einen Teil der Leistung wird als Wärmestrahlung über die Glasscheibe abgegeben.
Vorteil: Durch den geschlossenen Feuerraum wird das Holz besser und nur mit der dafür nötigen Luft verbrannt, dadurch ergibt sich ein wesentlich besserer Wirkunsgrad als beim offenen Kamin.
Nachteil: Die Rauchgase müssen von der Feuerstelle direkt in den Schornstein geleitet werden, und dürfen nicht wie beim Kachelofen zur besseren Ausnutzung noch weiter abgekühlt werden.
Anmerkung: Die Grenzen zwischen Warmluftkamin und Warmluftofen sind fliesend, je nach Bauart des Stahleinsatzes.
Kaminofen: auch Schwedenofen, Kanonenofen genannt; transprtable Feuerstelle aus Stahleisen z.T. mit Keramik, Speckstein oder Naturstein verkleidet.
Prinzip: Die erzeugte Hitze wird über die Eisenteile als Warmluft an den Raum abgegeben.
Vorteil: transportabel, Preis, schnelle Wärmeabgabe
Nachteil: schlechterer Wirkungsgrad als beim Kachelofen, da die Rauchgase ohne wietere Abkühlung in den Schornstein geleitet werden, oft eine "Bullenhitze" im Raum wegen der geringen Speichermasse.
Rauchgaszüge: Der in der Feuerstelle erzeugte Rauch wird über Züge zum Schornstein geleitet. Dabei kühlt sich der Rauch ab und die gewonnene Wärme wird an den Raum abgegeben.
gemauerte Züge: auch keramische Züge, Schamottezüge genannt; Rauchgaszüge die aus Schamotte an die Kachelrückseite gemauert werden. Das Rauchgas gibt seine Wärme an den Schmottestein ab, dieser heizt die Kachelöberfläche auf. Durch die große Masse speichern solche Züge die Wärme bis zu 6 Stunden
Nachheizkasten: die Rauchgase werden durch einen Stahl- oder Gußeisennachheizkasten geleitet. Dabei kühlt sich der Rauch ab und die gewonnene Wärme wird als Warmluft in den Raum geleitet.
Holzbrandeinsatz: Unter einer Holbrandfeuerung versteht man egal ob von Hand gemauert oder als Gußeinsatz eine rostlose Feuerung. Holz benötigt im Gegensatz zur Kohle keine Verbrennungluft von unten. Durch die rostlose Feuerung kann das Holz vollständig im Aschebett verbrennen und erziehlt damit einen höheren Wirkungsgrad. Der verbleibende Ascheanteil von nur 3% bedeutet, daß die Asche nur sehr selten entnommen werden muß. Es soll sogar in der sogenannten Aschenmulde immer genügend Asche vorhanden sein, damit nach dem Abbrand die Glut im Aschebett länger hält.
Allesbrenner: Unter einem Allesbrenner versteht man einen Einsatz mit Rost und Aschekasten. Dadurch kann sowohl Holz wie auch Kohle verheizt werden.
Heizkammer: Die Heizkammer umschließt mit einem Luftabstand die Feuerung (Gußeinsatz). Die darin gewonnene Warmluft wird an den zu beheizenden Raum geleitet.
Frischluftzufuhr: Bei einem Neubau ist für offene Kamin und Warmluftkamine Vorschrift und für einen Kachelofen sinnvoll eine Frischluftzufuhr einzubauen. Diese versorgt die Feuerung mit Außenluft zum verbrennen des Holzes. Die entsandenen Rauchgase werden über den Schornstein wieder nach außen transportiert. Somit erhält man aine raumluftunabhängige Verbrennung.
Estrichaussparung: Je nach eingebauter Speichermasse kann ein Kachelofen so schwer werden, daß er die Wärmedämmung unter dem Estrich zusammendrückt und damit der Estrich abreißt. Um dem Vorzubeugen wird ein Kachelofen am Bessten direkt auf die Rohbetondecke gesetzt. Bei Altbauten besteht die Möglichkeit sogenannte Estrichstempen zu setzen, die das Ofengewicht auf die Rohbetondecke leiten.
Speicherofen: => siehe Grundofen
Strahlungsofen: => siehe Grundofen
Einsatzofen: => siehe Warmluftofen
Heizkamin: => siehe Warmluftkamin
Schwedenofen: => siehe Kaminofen
Kanonenofen: => siehe Kaminofen
keramische Züge: => siehe gemauerte Züge
Schamottezüge: => siehe gemauerte Züge
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